Donnerstag, 14. Dezember 2017

Ryanair will erstmals mit Gewerkschaften verhandeln


Unternehmenschef der Billigairline Ryanair Michael O'Leary hat in der Unternehmensgeschichte einen Schritt Richtung Gewerkschaft gewagt. In 30 Jahren hatte es bei Ryanair keinen Streik gegeben. Doch in diesem Jahr wurden immer mehr Beschwerden laut, Piloten und Flugbegleiter waren unzufrieden und forderten mehr Gehalt. Nachdem die italienische Pilotengewerkschaft Anpac diese Woche mit Streik vor Weihnachten gedroht hatte, will Ryanair nun doch mit der Gewerkschaft verhandeln. „Im September dieses Jahres musste die Airline tausende Flugausfälle bis März 2018 bekanntgeben. Ryanair schien nun einen schweren Imageschaden zu befürchten“, so Kommunikationsexperte Michael Oehme.

Dienstag, 12. Dezember 2017

Michael Oehme darüber, wie sich Paketdienste verändern

Lieferungen werden immer seltener und teuer – Paketdienste im Wandel

St.Gallen, 07.12.2017. Die Weihnachtszeit steht an und viele Leute bestellen Geschenke online – und verlassen sich dabei auf die Zuverlässigkeit von Paketdiensten. „Verbraucher müssen sich in Zukunft daran gewöhnen, dass Paketdienste zunehmend nicht mehr direkt vor die Haustür liefern“, erklärt Kommunikationsexperte Michael Oehme. „Schon jetzt liefern Paketdienste oft nur noch an speziell autorisierte Paketshops und bieten optional eine Lieferung nach Hause mit Aufpreis an. Diese Option könnte bei bestimmten Firmen bald ganz wegfallen“, so Oehme weiter. Als Grund nennt Michael Oehme die enorm starke Entwicklung des internationalen Onlinehandels und die damit verbundenen Kosten. „Die Zustellung bis direkt vor die eigene Haustür ist sehr zeitaufwendig und bedingt effizient, da Paketen bei jedem Stopp meist nur eine geringe Zahl an Paketen verteilen. Paketdienste fordern daher, die Kosten anzuziehen“, so Oehme weiter. „Das Problem dabei ist, dass Paketlieferungen ohnehin nicht den besten Ruf genießen und schon einige Imageprobleme mit sich tragen, die den Unternehmen schon einige Shitstorms eingebracht haben“, erklärt Kommunikationsexperte Michael Oehme. Gerade vor Weihnachten droht ein wahres Chaos bei Paketlieferungen. So fordert der Paketdienst Hermes beispielsweise gemeinschaftliche Paketshops von allen Anbietern in den Innenstädten. Sie fordern große Paketshops oder Mikrodepots in den urbanen Räumen, welche von allen Paketdiensten gemeinsam genutzt werden können. So sei laut Hermes auch eine wettbewerbsübergreifende Kooperation zwischen den Anbietern „durchaus denkbar“. Vor allem in den Großstädten sei es problematisch, ständig in zweiter Reihe parken zu müssen, was durch Gemeinschaftsflächen verhindert werden könne. „Grundsätzlich kann man die Klagen der Paketdienste nachvollziehen. Nichtsdestotrotz müssen auch sie an der Qualität und Verlässlichkeit ihres Services arbeiten, um die Akzeptanz der Kunden, mehr zu zahlen, zu erlangen. Immer wieder hört man von Fällen, wo Pakete verschwinden oder eine zu Unrecht eine Abwesenheitsnotiz oder eben gar keine Notiz hinterlassen wurde“, so Michael Oehme. „Wenn sich das in Zukunft nicht ändert, werden die Leute nicht bereit sind, mehr zu zahlen“, so der Kommunikationsexperte abschließend.

Donnerstag, 7. Dezember 2017

Mietrecht ist eine Sache der Politik und der Gesellschaft

„Mietrecht ist ein großes Thema der Politik. Die Mietpreisbremse ist das jüngste gescheiterte Beispiel. Auf gesellschaftlicher Ebene sind größere Konflikte zwischen Mieter und Vermieter glücklicherweise nicht an der Tagesordnung. Nichtsdestotrotz fürchten viele Mieter aufgrund der großen Nachfrage nach Immobilien exorbitante Preissteigerungen seitens des Vermieters. Auch ohne Mietpreisbremse hat der Gesetzgeber nach wie vor Instrument, Mieter zu schützen“, erklärt Michael Oehme.  

Dienstag, 5. Dezember 2017

Michael Oehme über Trumps Entscheidung hinsichtlich Jerusalem als Hauptstadt Israels


Der US-Präsident Donald Trump hat eine Entscheidung getroffen, die möglicherweise schwere Folgen im Nahost-Konflikt mit sich ziehen: Die USA will Jerusalem als Hauptstadt Israels anerkennen. Unter anderem soll auch die US-Botschaft von Tel Aviv nach Jerusalem verlegt werden. Zahlreiche Kritiker betonen, dass mit der Anerkennung Jerusalems das Ende des Friedensprozesses zwischen Israel und Palästina einhergeht. Viele Länder aus Nahost, auch Deutschland und Frankreich übten massive Kritik an der Entscheidung Trumps.

Donnerstag, 30. November 2017

Verurteilter Kriegsverbrecher Slobodan Praljak nach Einnahme von Gift gestorben

Der verurteilte frühere bosnisch-kroatische General Slobodan Praljak ist tot. Der 72-Jährige nahm sich im Gerichtssaal des UN-Tribunals zum Jugoslawienkrieg das Leben. Dies bestätigten kroatische Nachrichtenagentur Hina und weitere kroatische Medien. Kurz nachdem der Internationale Strafgerichtshof für das ehemalige Jugoslawien (ICTY) in einem Berufungsverfahren die 20-jährige Haftstrafe gegen Praljak bestätigt hatte, rief dieser vor laufenden Kameras: „Slobodan Praljak ist kein Kriegsverbrecher. Ich weise Ihr Urteil zurück.“ Unmittelbar danach trank er das Gift aus einem kleinen dunklen Becher. Slobodan Praljak wurde neben fünf anderen Männern der ehemaligen Führungsriege der bosnischen Kroaten beschuldigt, schwere Verbrechen gegen die Menschlichkeit während des Bosnienkriegs (1992 bis 1995) begannen zu haben.

Dienstag, 28. November 2017

Merkel prangert Sklavenhandel in Libyen an


Bundeskanzlerin Angela Merkel ist empört über den derzeitigen Sklavenhandel, der sich vor allem in Libyen abspielt und betonte, Afrika und die EU werden gemeinsam gegen illegale Migration kämpfen: „Dieses Thema spielt auf dem afrikanischen Kontinent wirklich flächendeckend eine Rolle, weil es Berichte darüber gibt, dass afrikanische junge Männer wie Sklaven verkauft werden in Libyen“, sagte sie in der Elfenbeinküste anlässlich des bevorstehenden EU-Afrika-Gipfels. Zukünftig müssen legale Möglichkeiten für eine Ausbildung oder ein Studium in der EU für Afrikaner geschaffen werden, sodass niemand in Lagern landet oder sogar gehandelt wird. „Libyen ist das Transitland für Flüchtlinge, die aus verschiedenen afrikanischen Ländern über das Mittelmeer in die EU gelangen wollen. Viele Menschen landen bei diesem Versuch in libyschen Auffanglagern“, erklärt Michael Oehme weiter. Der EU-Afrika-Gipfel findet zum fünften Mal statt. Hier kommen mehr als 50 Staats- und Regierungschefs aus der EU und Afrika zusammen, um Wirtschaftsbeziehungen, Migration, Bildungs- und Sicherheitsfragen zu diskutieren.