Dienstag, 17. Oktober 2017

Prozess gegen deutschen Menschenrechtler Steudtner beginnt am 25. Oktober

Nächste Woche, am 25. Oktober, startet der Prozess gegen den deutschen Menschenrechtler Peter Steudtner, welcher in der Türkei wegen Terrorverdachts verhaftet wurde. Neben ihm sind zehn weitere derzeit in der Türkei inhaftiert. Steudtners Anwalt bestätigte den Termin. Die Anklagebehörden aus Istanbul wollen den Menschenrechtler für 15 Jahre einsperren. Streudtner wurde im Juli dieses Jahrs während eines Menschenrechtsseminars verhaftet, was einen diplomatischen Eklat zwischen der Türkei und Deutschland ausgelöst hatte. 

Donnerstag, 12. Oktober 2017

Kommunikationsexperte Michael Oehme über die Wurzeln des Extremismus

Warum werden junge Afrikaner zu Extremisten? Wie kann man Extremismus an den Wurzeln packen, bevor man ihn überhaupt gewaltsam bekämpfen muss? Michael Oehme stellt sich diese Frage.


Die Wahlerfolge der AFD sprechen Bände und wurden medial vielseitig diskutiert. Vor allem mit einem Thema konnte die AFD polarisieren und sich Wählerstimmen sichern: Flüchtlinge, Terrorismus, Extremismus. „Die AFD hat vielen Wählern das Gefühl gegeben, ihre, ob nun berechtigten oder unberechtigten, Ängste zu hören und direkt zu handeln. Dass das in der Realität natürlich gar nicht so leicht ist, wird sich in den kommenden vier Jahren zeigen. Fraglich ist, ob die AFD ihre Glaubwürdigkeit auf Dauer behalten kann, auch hinsichtlich der innerparteilichen Spaltungen“, so Michael Oehme. Doch der Kommunikationsexperte Oehme möchte in dieser Woche nicht über die AFD sprechen, sondern lediglich ein emotionsgeladenes Thema aufgreifen. Dabei bezieht er sich auf eine aktuelle Studie der Vereinten Nationen (UN), die deutlich macht, was junge Afrikaner zu Extremisten macht. „Extremistische Gruppen gewinnen in vielen Staaten Afrikas immer mehr an Einfluss. Radikale sprechen bewusst junge Menschen an, denen eine Perspektive fehlt. Das hat teilweise nichts mehr zu tun mit religiösem Eifer, sondern mit persönlicher Verzweiflung und fehlenden Alternativen für eine Lebensperspektive“, erklärt Michael Oehme. Seine Gedanken dazu spiegeln sich auch in der UN-Studie wider: So sei das „Leben am Rande der Gesellschaft“ die Wurzel des Übels. Vernachlässigte Gegenden, die von Armut geprägt sind, bilden die nächsten Rekruten, die einen Ausweg aus ihrer misslichen Lage suchen. „Fatal ist auch, dass größere Terrornetze wie der Islamische Staat sogar über gute Marketingmaßnahmen Bescheid wissen. In sogenannten Imagevideos wird gezeigt, wie IS-Kämpfer Hand in Hand mit ihren Familien laufen, eine tolle Gemeinschaft bilden, die gemeinsam für etwas kämpft und wo keiner zurückgelassen wird“, erklärt Michael Oehme. „Das ist psychologisch gesehen natürlich sehr gefährlich für die jungen Menschen, die sich nach einem tieferen Sinn sehnen“. Für die UN-Studie wurden 495 freiwillige Rekruten extremistischer Organisationen in Somalia, Nigeria, Kenia, dem Sudan, Niger und Kamerun interviewt. In diesen Interviews gaben mehr als 70 Prozent der Menschen an, der Grund sich Extremisten anzuschließen, sei die Regierung gewesen, die beispielsweise die Tötung oder Verhaftung eines Familienmitglieds durch Sicherheitskräfte veranlasst hatte. Religion spielt laut UN-Studie für knapp 50 Prozent eine Rolle, wobei 57 Prozent angaben, sie verstünden nur wenig von religiösen Texten. „Damit wären wir auch schon beim nächsten Problem. Ist das Religionsverständnis bei den jungen Menschen nicht vorhanden, können sie nicht erfassen, das Extremismus nichts mit einem friedlich ausgelebtem Isam zu tun hat“, so Michael Oehme weiter. Die Vereinten Nationen fordert die regionalen Regierungen auf, Rechtsstaatlichkeit und Menschenrechte zu respektieren und die Bekämpfung von Extremismus anzugehen sowie die Entwicklungsarbeit zu fördern. Laut UN-Angaben fielen zwischen 2011 und 2016 etwa 33.000 Menschen in Afrika gewalttätigen Extremisten zu Opfer. Abschließend gibt Michael Oehme mit auf den Weg: „Es ist traurig, dass diese Entwicklungen so weit reichen, dass in Deutschland nicht einmal hundert Jahre nach dem Nationalsozialismus eine rechtsextreme Partei wieder drittstärkste Kraft bei einer Bundestagswahl wird. Auch Hitler hat im Nationalsozialismus die Armen von der Straße geholt und ihnen das Gefühl gegeben, die Juden würden ihnen alles wegnehmen. Sobald man sie eliminiere, könne man ein besseres Leben in Deutschland führen. Auch in diesem Fall war die Weltwirtschaftskrise und die damit verbundene Armut die Wurzel und der Ursprung des Holocaust. Was für ein Armutszeugnis, dass manche Menschen nichts aus der Geschichte gelernt haben. Den Menschen in Afrika muss vor Ort geholfen werden, sie brauchen Arbeit und eine Existenz – denn nur so können auch die gerne von Politikern aufgegriffenen „Flüchtlingsursachen“ bekämpft werden“, betont Oehme abschließend.

Donnerstag, 28. September 2017

Gauland und Weidel als Fraktionschefs der AfD

Kurz nach dem Wahlerfolg der AfD stehen die beiden Spitzenkandidaten fest: Alexander Gauland und Alice Weidel bekamen 80 von 93 Stimmen der Abgeordneten. Was allerdings im Vordergrund stand, war die Ankündigung der Parteivorsitzenden Frauke Petry die Partei, ebenso wie ihr Ehemann Marcus Pretzell, zu verlassen. Ob Petry und Pretzell nun eine eigene Partei gründen werden, wird vielfach diskutiert und ist nicht ausgeschlossen. 

Dienstag, 26. September 2017

Michael Oehme: Deutschland auf Platz 5 im weltweiten Wettbewerbsranking


Michael Oehme macht diese Woche auf eine aktuelle Studie aufmerksam, laut der Deutschland in diesem Jahr zu den zehn wettbewerbsfähigsten Ländern der Welt zählt. Auf Platz eins befinden sich die Schweiz, USA und Singapur. Die Analyse wurde vom Weltwirtschaftsforums (WEF) durchgeführt. Deutschland belegte im Ranking mit 137 Volkswirtschaften den fünften Platz. Die Niederlande belegten den vierten Platz.

Dienstag, 19. September 2017

Michael Oehme: Londoner U-Bahn offenbar Ziel eines Anschlags

Bei einem mutmaßlichen Attentat im U-Bahnhof Parsons Green im Südwesten der britischen Hauptstadt wurden 18 Menschen verletzt und ins Krankenhaus gebracht. Unterdessen stufte die Polizei den Vorfall als "terroristisch" ein. Anti-Terror-Ermittlungen wurden eingeleitet. Augenzeugen und Medien berichteten von einer Explosion und Feuer. „Großbritannien wurde in den vergangenen Monaten schon oft Opfer von islamistischen Anschlägen. Allein in diesem Jahr bekannt sich der Islamische Staat zu fünf Anschlägen in Großbritannien, vier davon fanden in London statt und einer in Manchester“, so Michael Oehme.

Donnerstag, 14. September 2017

Kommunikationsexperte Michael Oehme erklärt, warum Samsung am Pranger steht

Samsung wegen Vernichtung des Regenwalds an den Pranger gestellt

Kommunikationsexperte Michael Oehme thematisiert diese Woche die mediale und durch Rettet den Regenwald e.V. öffentliche Kritik am Technikriesen Samsung. Laut Regenwald e.V. produziert das koreanische Unternehmen nämlich nicht nur fleißig Smartphones und Fernseher, sondern sorgt in Zusammenarbeit mit dem Palmöl-Produzenten Korindo auch für die systematische Abholzung des Regenwaldes – so zumindest der Vorwurf. Der Verein hat eine Petition ins Netz gestellt, um Verbraucher und das Unternehmen selbst zum Umdenken zu bewegen. „Eine Petition kann harmlose, aber auch schädliche Folgen für ein Unternehmen wie Samsung haben. Wie rufschädigend so etwas auf längere Sicht sein kann, hängt von der Schwere des Vorwurfs ab“, erklärt Kommunikationsexperte Michael Oehme. Die Firma Korido arbeitet in Indonesien und war bereits im vergangenen Jahr negativ in die Medien geraten. Grund dafür waren Menschenrechtsverletzungen und eben rigorose Praktiken in Bezug auf die Abholzung des Regenwaldes. „Der Imageschaden war im Fall Korindos schwerwiegend. Etliche Geschäftspartner haben ihre Konsequenz daraus gezogen und ihre Beziehungen abgebrochen, wie zum Beispiel Siemens“, so Michael Oehme weiter. „Zu einem solch ungünstigen Zeitpunkt vertieft Samsung hingegen die Geschäftsbeziehung, indem es ein Joint Venture eingeht“. Unterdessen fordert die Petition von Rettet den Regenwald e.V: „Samsungs Partner Korindo holzt in Papua Regenwälder ab. Samsung muss auf Korindo einwirken, die Abholzung sofort zu stoppen.“ Der Hauptvorwurf wiegt schwer: Korindo soll als größter Waldzerstörer mehr als 50.000 Hektar Primärwald in Papua, auf den Molukken und Borneo zerstört haben. „Whistleblower hatten diversen Medien gegenüber beklagt, wie die Konzerne die Papuas betrügen, indem sie ihnen monetäre Wiedergutmachung versprächen. Wenn sich ein Weltunternehmen wie Samsung an so einem ökologischen Desaster beteiligt, kann das zu einem langzeitigen Imageschaden führen, der durch, die sich so schnell nicht wieder wettmachen lassen“, so Michael Oehme abschließend.